Previous | Next 
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423210656/frankreichde-21
|
# Taschenbuch: 271 Seiten
# Verlag: dtv (Juni 2008)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3423210656
# ISBN-13: 978-3423210652
# Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 1,6 cm
# Preis: EUR 8,95
Zerstörtes Bergidyll – ein rabenschwarzer Alpen-Krimi
»Der archaische Charakter der Tat schien auf großen Hass hinzudeuten,
der immer schon bestanden hatte und plötzlich, weil die Möglichkeit sich
auftat, seinen Weg nach draußen fand, in die Wirklichkeit. Wenn dieser
Mord nicht im Wald geschehen wäre! Überall, nur nicht im Wald! Der
Wald war ein rätselhaftes Element, in dem alles geschehen konnte. Viele
trieben sich dort herum und keiner hatte dort ein Geschäft. Der Wald
war Niemandsland. Dort war alles unklar.«
Ein kleines österreichisches Bergdorf in den siebziger Jahren. Franz
Kreuziger, der Sohn des früheren Bürgermeisters, wird tot im Wald
gefunden – mit einer Axt im Kopf. Die Dorfbewohner sind ein
merkwürdiger Menschenschlag: verschlossen, undurchschaubar und
verschroben. An Verdächtigen fehlt es nicht, wie der ermittelnde
Dorfpolizist bald feststellt. Da ist die Mühlbacherin, eine verbitterte
Frau, deren behindertes Kind in der Nazizeit auf Betreiben des Bürgermeisters
Kreuziger »weggeschafft« wurde. Das Kind war am selben
Tag geboren worden wie Franz Kreuziger. Ist dies also ein Fall später
Rache? Verdächtig macht sich aber auch der ortsansässige Künstler,
der angeblich erst kurz vor der Polizei zufällig am Tatort vorbeikam
und den Leichnam porträtierte. Oder ist etwa der fromme und ebenso
menschenscheue Pfarrer der Täter? Er scheint mehr über den Toten
zu wissen als alle anderen Dorfbewohner zusammen. Als der Polizist
den Schuldigen schließlich identifiziert, ist die Geschichte mitnichten
vorbei. Denn die Obrigkeit aus der Stadt hat ihre eigenen Interessen
in dem Fall – zuviel soll von der Vergangenheit des Dorfes nicht ans
Licht kommen.
Peter Oberdorfer zeichnet in seinem Romandebüt das düstere Bild
einer katholisch-hochalpinen Dorfgemeinschaft – voller eigenwilliger
Figuren, menschlicher Abgründe und dunkler Komik. Er überrascht
dabei immer wieder mit Unerwartetem und bedient sich kraftvoller,
sehr wirkungsvoller Bilder.
›Kreuzigers Tod‹ ist Oberdorfers erster Roman. Das österreichische
Bundeskanzleramt sowie das Land Tirol unterstützten seine Arbeit an
dem Buch mit jeweils einem Stipendium.
[Pressetext]
|
|
Eingetragen von: admin
am: Montag, 09.03.2009
Hits: 55
Ihre Stimme
Ihre Meinung hinzufügen