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von Georges Simenon Preis: EUR 6,90
In Zelle elf , im Hochsicherheitstrakt des Santé - Gefängnisses sitzt Joseph Heurtin, zum Tode verurteilt. Da findet er in seinem Essnapf eine Mitteilung: „ Am 15. Oktober um zwei Uhr morgens wird Deine Zellentür unverschlossen und der Aufseher anderweitig beschäftigt sein ...“.
Maigret selbst hat diese Flucht vorbereitet. Nachdem er im Juli Heurtin nach einem Doppelmord aus handfesten Beweisen verhaftet hatte, zweifelt er jetzt an dessen Schuld. Der Lebenslauf passt nicht zur Tat. Jetzt sucht Maigret nach moralischen Beweisen.
Maigret ist dicht dran an den Menschen, die etwas mit seinem Fall zu tun haben. Er beobachtet sie und lässt sich auf sie ein. Er arbeitet mit seinen Gefühlen. Es ist spannend, ihn dabei zu begleiten. Dabei geht er stets detailgenau und kenntnisreich vor. Er ist ein Fels in Brandung „ein achtzig groß, stark und breit wie ein Lastträger der Pariser Markthallen.“, der die Gerechtigkeit gegen Vorgesetzte verteidigt, unbestechlich und unermüdlich. Er verurteilt die Tat aber nicht den Täter und kann so eine Beziehung auch zum Täter aufbauen. Dies ermöglicht im schließlich, den Fall zu lösen.
Die Figur des Kommissars Maigret ist so modern, dass man vergisst, dass dieser Roman bereits 1931 erschienen ist. Diese Aktualität verdankt Maigret zum einen der modernen Methoden des Kommissars, der sich auf Grund des Tathergangs ein Täterprofil erstellt, zum anderen der klaren und eleganten Übersetzung von Roswitha Plancherel.
Broschiert - 182 Seiten - Diogenes Verlag
Erscheinungsdatum: Februar 2003
ISBN: 325720714X
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Eingetragen von: admin
am: Montag, 24.02.2003
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